Vom Pazifik an den Atlantik

Am gut besuchten Anlass in der Unterkirche erzählte Toni Ziegler anhand eindrücklicher Bilder von seiner Reise mit Ehefrau Priska vor neun Jahren durch Amerika. Mit dem Velo legten die Abenteurer 7000 Kilometer zurück - von Los Angeles am Pazifik nach Miami im Bundesstaat Florida.

Zu zweit durch die Wüste

Nach den ersten Tagen in der pulsierenden Grossstadt Los Angeles begaben sich Toni und Priska Ziegler auf die sechsmonatige Reise durch Wüstengebiete und verschiedene Bundesstaaten. Gemäss seinen Aussagen entschieden sie sich für das Velo, um die Natur in all ihren Facetten erleben zu können.

Toni Ziegler verstand es ausgezeichnet, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Man glaubte ihm aufs Wort, dass er in der Weite der Wüste eine ganz besondere Art der Spiritualität zu spüren bekam. Die Reise war nicht ganz ungefährlich, wurde doch vor Tieren wie Giftschlangen und vielem mehr gewarnt. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht mussten ausgehalten werden und brachten die beiden Abenteurer manchmal an ihre Grenzen. Geschlafen wurde im Minizelt, welches ein unentbehrlicher Reisebegleiter war.

Ruhetage einplanen

Toni Ziegler erzählte, dass nach vier Tagen auf dem Velo jeweils ein oder mehrere Ruhetage eingeplant werden mussten, damit sich der Körper regenerieren konnte. Besonders schöne Pflanzenbilder bekam das Publikum durch Aufnahmen im Bundesstaat Arizona zu sehen. Ziegler schwärmte von dieser Gegend, die sie im Frühling erleben durften.

Begeistert erzählte er über die Erlebnisse im Bundesstaat New Mexico. Dort tauchten die Reisenden in unterschiedlichste Kulturen ein und genossen den Kontakt mit den Einheimischen.

Ziel vor Augen

Körperlich sehr anspruchsvoll war die anschliessende Reise durch die für die Südstaaten typischen Sumpfgebiete. Im subtropischen Klima mussten sie weite Strecken bei ungefähr 45 Grad Hitze zurücklegen.

Glücklich und mit berechtigtem Stolz kamen Toni und Priska Ziegler nach sechs Monaten voller Entbehrungen, aber mit viel gewonnener Lebenserfahrung in Miami (Florida) an. Die Abenteurer waren besonders dankbar, dass sie die Reise ohne gravierende gesundheitliche Probleme überstanden hatten.

Bea Näf